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Alte Scheckeinreicher

Beim Aufräumen des Schubladenschranks in unserem kleinen Büro habe ich noch einen dünnen Stapel Scheckeinreicher gefunden. Die wurden benutzt, um angenommene Schecks ordentlich aufgelistet bei der Bank zur Gutschrift einzureichen. Ich sehe schon die Fragezeichen über den Köpfen bei einem großen Teil der Leser hier, die schon beim Wort "Scheck" keine Ahnung mehr hatten, wovon ich da überhaupt rede. Ja, bargeldloses Bezahlen gab es auch schon vor kontaktlos mit dem Handy. Dazu gibt es aber einen recht informativen Artikel in der Wikipedia: Scheck. Die Dinger hat man halt statt Bargeld mit sich herumgetragen, vor allem die im Artikel verlinkten Eurocheques. Verrechnungsschecks haben wir meistens von Lieferanten für Gutschriften, Rückvergütungen und ähnliche Zahlungen bekommen.
Das alles ist längst Vergangenheit. An der Kasse zahlte hier schon seit über zwei Jahrzehnten niemand mehr mit einem Scheck, den letzten Verrechnungsscheck habe ich ebenfalls vor Jahren schon bekommen – und diese letzten Scheckeinreicher haben nun ehrenvoll den Weg ins Papierrecycling gefunden.


Soja-Bobbel

Der Kunde oder die Kundin mit diesen kleinen Einkaufszettelchen kommt nach wie vor bei uns einkaufen und lässt ebenfalls nach wie vor diese Papierstreifen immer wieder in den Regalen oder zwischen der Ware liegen.

Quizfrage: Ich kann ja schon viele Handschriften entziffern, aber was soll das heißen? "Soja-Bobbel"? Hat jemand eine bessere Idee? Und was soll das überhaupt sein? :-D


Zusammenarbeit

Brief von einer Winzergenossenschaft. Darin bedankt man sich für die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit und möchte mich über organisatorische und rechtliche Änderungen in deren Firma informieren.

So weit, so gut …

Der Witz ist nur ist, dass ich keinen Plan habe, wer die überhaupt sind.

[Kurze Pause, Nachtrag]

Ich hatte das Sortieren der Tagespost zum Schreiben dieses Blogeintrags kurz unterbrochen. Ganz unten in dem Stapel lag noch ein dickerer Umschlag mit einigen Tüten Süßwaren. Im dazugehörigen Anschreiben teilt man mir mir, dass uns ab sofort eine andere Handelsagentur betreut. Auch von diesem Lieferanten habe ich noch nie gehört, resp. wir haben die Produkte noch nie im Sortiment gehabt.

Das Fragezeichen über meinem Kopf wurde gerade noch viel, viel größer. Ist der zeitliche Zusammenhang der beiden Briefe einfach nur ein unglaublicher Zufall oder wollte mir da jemand einen Streich spielen? Ergibt aber keinen Sinn, da die Post ja nicht durch mich angefordert o. ä. wurde. Seltsam, seltsam …

Irritierende Kartonlasche

"Was zum Geier liegt da auf dem Boden?!"", dachte ich, als ich auf die Kamera gucke, welche den vorderen Bereich des Lagers im Blick hat.

Dauerte etwas, bis mir klar wurde, dass das kein neuer Teppich, sondern lediglich die Lasche eines offenstehenden Kartons war, der dort auf einem Schrank unterhalb der Kamera steht. :-P


Leere Gummibanddose

Eine leere Dose mit Schraubverschluss, in dem sich Gummibänder aus unserem Haushaltswarenregal befunden haben. Normalerweise benutzt die Gummibänder und die leere Dose landet irgendwann im gelben Sack.

Oder alternativ mit 10 Cent Sonderpreis auf dem Restetisch. Gott … Wer ist denn bloß auf die Idee gekommen?! Jetzt hat sie aber doch den Weg ins Recycling gefunden.

Hm, Geschäftsidee: Plündert die gelben Säcke und Tonnen der ganzen Stadt, wir machen eine Fachabteilung für leere Dosen ("kann man immer mal gebrauchen") auf. :-D


Besuch im Fahrradunterstand

Als ich am Vormittag mit dem Rad in der Firma eintraf, stromerte ein rotbrauner Kater durch unseren Innenhof. Ich hatte ihn noch nie zuvor gesehen ("Tux" übrigens auch schon seit langer Zeit nicht mehr …), aber offenbar war er kein Streuner, denn er trug ein Halsband.

Das Kerlchen war, wie viele Kater, ganz aufgeschlossen und anhänglich und hat sich nicht nur auf den Rücken geworfen und ein paar Streicheeinheiten gefordert, sondern war mir auch noch in unseren Käfig gefolgt. Da ich mir keine neue Katze fangen wollte, wartete ich ein paar Augenblicke mit dem Abschließen, bis der Miezekater mir wieder gefolgt war. Hübsches Tier auf jeden Fall, vielleicht besucht er uns nun ja häufiger mal. :-)


MW-Weinflasche mit kleinem Loch

Ines und ich waren dabei, den Bio-Wein zu packen. Für einen neuen Artikel brauchte ich ein Regaletikett und als ich nach einer Minuten wiederkam, breitete sich auf dem Fußboden unter den goldenen Mehrwegkisten eine kleine Pfütze aus. "War dir eine Flasche runtergefallen", wollte ich wissen. "Nein, ich dachte, dir wäre was kaputtgegangen", lautete die Antwort.

Da sah ich schon, dass eine Mehrweg-Weißweinflasche nur noch knapp halb voll war. Der Rest hatte sich durch ein kleines Loch im Boden der Flasche bereits über die darunter stehenden Flaschen und Kisten verteilt. Die Flasche muss wohl schon irgendeinen Vorschaden gehabt haben, so dass beim Herumhantieren mit der Ware das kleine Stückchen aus dem Boden endgültig herausgebrochen war.

Die Sauerei hielt sich zum Glück in Grenzen und war relativ schnell weggewischt. Glasbruch in dieser Form habe ich aber auch noch nicht so oft erlebt …


Ziemlich sicher ein Fake-Shop

Ein Kollege, der etwas weniger onlineaffin als ich ist, hatte mich gebeten, für ein ihn paar Schuhe zu bestellen. Den Link schickte er mir per WhatsApp und das hätte ich auch gerne für ihn getan, aber …

Erste Auffälligkeit, die augenscheinlich eine Grundregel für Fake-Shops zu sein scheint: Ausnahmslos jeder Artikel ist scheinbar drastisch im Preis reduziert. Die Masche scheint gemäß der Regel "Gier frisst Hirn" wohl im Allgemeinen zu funktionieren.

Aber vielleicht war es ja auch nur ein Ausverkauf, immerhin hat der Shop eine ".de"-Adresse und es ist sogar ein komplettes Impressum angegeben. Nicht mit mir Freundchen! Mein Misstrauen war geweckt und so recherchierte ich kurz nach der Adresse. Es war ein Geschäftsgebäude mitten in München, in dem sich zwar mehrere Gewerbebetriebe befinden – aber ganz sicher kein Schuhgeschäft und auch nichts, was auf einen derartigen Versandhandel hinweisen würde. Gut, das muss nichts heißen, vielleicht ist da ja auch nur ein Büro mit einem kleinen Briefkasten für die Post und der Versand erfolgt von einer Lagerhalle am Stadtrand aus.
Eine Telefonnummer war auch angegeben. Die befand sich jedoch in einer anderen Stadt, was merkwürdig ist, aber natürlich sein kann. Die Nummer ließ sich jedoch ergoogeln – und findet sich jeweils im Impressum mehrerer anderer Online"shops", die ich ebenfalls als Fakeshops identifizieren würde.

Wir haben die Schuhe dann nicht bestellt.


Weihnachtspaprika

Im Lager stand ein einer unbeleuchteten Ecke eine Kiste mit roten Spitzpaprikas, die mit weißen Banderolen zu kleinen Bunden zusammengefasst waren.

Bei genauerer Betrachtung ist die Ähnlichkeit eher als Gering anzusehen, im Vorbeigehen hatte ich sie jedoch, flüchtig aus dem Augenwickel heraus betrachtet, zunächst für Schokoladenweihnachtsmänner gehalten.

Wären auf jeden Fall gesünder. :-)

Vielen Dank von den Elis

Hier noch einmal ein kleines Video zur Spendenfunktion an unserem Leergutautomaten. Hat man sein Leergut abgegeben, kann man auf den Button "Bon drucken" drücken, um den Leergutbon sofort zu erhalten. Kann man sich nicht entscheiden und wartet zu lange, wird der Bon nach 20 Sekunden automatisch gedruckt. Dies wird auch optisch durch den sich gegen den Uhrzeigersinn verkleinernden grauen Rand um den Button signalisiert. Wenn man es dennoch schafft, auf "Spenden" zu drücken und danach nicht auf "Spende bestätigen" drückt, läuft erneut ein Countdown ab, dieser ist 10 Sekunden lang, der zu einem Ausdruck des normalen Leergutbons führt. Mit Druck auf "Spende bestätigen" ist die Spende jedoch getätigt, es wird abschließend noch ein kurzer Spendenbon ausgedruckt:



"Das ist Idiotensicher", waren wir uns alle einig. Haha … lol … ROTFL …

Zwei junge Männer kamen an die Lagertür und wedelten mit besagtem Spendenbon herum. Der Grund dafür war, dass ihnen an der Kasse der Leergutbetrag nicht ausgezahlt wurde. Einer regte sich darüber lautstark auf, der andere stand etwas stieselig daneben. Zu dritt versuchten wir, ihnen zu erklären, dass er für die Spende diese zweimal mutwillig bestätigen musste, wir diesen Vorgang ausdrücklich nicht rückgängig machen können und dass das jetzt einfach Pech für ihn wäre. Aber vielen Dank im Namen der Elefanten, immerhin reden wir von 15,50 €.

Der, der sich aufregte, wurde immer lauter. "Der kann nicht so gut Deutsch", erklärte er, "der konnte das nicht lesen." Das ist dann aber dennoch Pech. Wenn ich irgendwo bin und die Sprache nicht kann und deswegen was verbocke, ist das ausschließlich mein eigenes Problem.
Die beiden mopperten noch etwas herum, der Rädelsführer drohte noch an, den Gegenwert des unfreiwillig gespendeten Betrags hier als Ware einfach mitzunehmen, aber dann trollten die beiden sich.

Verkauftes Snyce

Das Snyce-Toilettenpapier lag nun eine ganze Weile hier mehr oder weniger unbeachtet im Toilettenpapierregal. Als ich am Morgen dabei war, die neuen Regaletiketten im Markt zu verteilen, fiel mir auf, dass der Karton nicht mehr dort lag, wo ich ihn in den letzten Tagen noch gesehen hatte.

Ein kurzer Blick quer über das Regal – kein "Snyce" zu sehen. Ich guckte in meinem MDE-Gerät nach, ob und wann der Artikel wohl verkauft worden war, aber da stand eine Null. Dafür ein Bestand von einem Stück. Eine leichte Nervosität machte sich breit: Wo ist das Klopapier? Von allen Artikeln hier im Sortiment wird doch ausgerechnet ein Karton mit vier Rollen Toilettenpapier darin nicht zum beliebten Diebesgut gehören? Ich suchte auch im Umkreis von mehreren Metern alle angrenzenden Regale ab – nichts!

Ich war mir ziemlich sicher, dass das Papier sogar am Vortag noch da war, und so suchte ich in der Videoaufzeichnung nach einem Hinweis, wo es abgeblieben sein könnte. Da das Toilettenpapierregal relativ gut einzusehen ist, ging die Suche sehr schnell.

Es ist kaum zu glauben, aber als mir das Fehlen des Snyce-Papiers aufgefallen war, hatten wir es ungelogen erst drei Minuten (!) zuvor an eine Kundin verkauft. Das erklärte dann auch, warum die Bestandsänderung noch nicht bei uns im Gerät aktualisiert worden war.